(Deutsch: Goldener Wasserfall) ist ein Wasserfall, der sich in der Schlucht des Flusses Hvita im Südwesten Islands befindet. Gullfoss ist einer der schönsten und ohne Zweifel der beliebteste Wasserfall Islands. Der weite Fluss Hvita läuft vom Gletschersee Hvitavatn am Langjokull Gletscher aus 40 km in südlicher Richtung. Etwa einen Kilometer vor dem Wasserfall beschreibt das Flussbett eine scharfe Linkskurve und stürzt dann cascadenartig in zwei Stufen (11 und 21 Meter) in eine Erdspalte.
Die Erdspalte, die ungefähr 20 m breit und 2,5 km lang ist, steht im rechten Winkel zum Flusslauf. Die durchschnittlichen Wassermengen im Wasserfall sind 140 m³/s im Sommer und 80 m³/s im Winter. Die größte gemessene Menge lag bei 2000 m³/s. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sowie einige Jahre im späten 20. Jahrhundert wurde darüber spekuliert aus der Kraft Gullfoss Energie zu generieren. Ausländische Investoren die Gullfoss indirekt von seinen Besitzern mieteten, wollten ein Wasserkraftwerk bauen. Dies hätte Gullfoss für immer verändert und zerstört.
Sigridur Tomasdottir, die Tochter von Tomas Tomasson, dem Besitzer des Wasserfalls in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sah das genauso. Sie lebte auf einer Farm in der Nähe und liebte Gullfoss wie niemand sonst. Sie war fest entschlossen den Wasserfall so zu erhalten wie er war und drohte sogar damit sich in den Wasserfall zu stürzen. Hingegen blieben die Versuche der Investoren erfolglos, teilweise zurückzuführen auf fehlendes Geld. Heute kann man oberhalb des Wasserfalles die Gedenkstätte, die die Gesichte von Sigridur darstellt, sehen.